Guttenberg hat es vorgemacht – man muss seine Hausarbeiten nicht zwangsläufig selbst schreiben. Während Ghostwriting vor einigen Jahren noch ein absolutes Tabu-Thema war, hat die Guttenberg-Affäre eine PR-Maschinerie in Gang getreten, die seinesgleichen sucht. ?

Seitdem haben sich die Anbieter dieser Dienste vervielfacht und diese preisen ihre Dienste auch ganz öffentlich im Internet an. Googelt man „ghostwriting“ findet man so dermaßen viele verschiedene Anbieter, dass man sich im Fall der Fälle gar nicht entscheiden könnte. ?

Facts zu Ghostwriting

Was versteht man genau unter Ghostwriting?

Ein Ghostwriter ist ein Autor, der im Auftrag und Namen eines anderen ein Schriftstück bzw. eine Arbeit verfasst. Das Ganze erfolgt ohne die namentliche Nennung des Ghostwriters, das Schriftstück wird unter dem Namen des Auftraggebers veröffentlicht. Ghostwriting ist KEIN Abschreiben, weil der Ghostwriter die komplette Arbeit im Namen des Auftraggebers verfasst.

Anbieter: Hunderte Anbieter verschiedenster Qualität
Wo: Im Netz
Kosten: 600 – 12.000 Euro je nach Seitenzahl und Aufwand
Bezahlung: Paypal oder Kreditkarte
Garantie: Teilweise Geld-zurück-Garantie mit Notengarantie

Gründe für Ghostwriting

In unserer heutigen Gesellschaft besteht der zunehmende Trend der Akademisierung. Jeder, der etwas auf sich hält, möchte einen bestmöglichen Uni-Abschluss oder sogar einen Doktortitel vorweisen können. Man hofft damit auf gesteigerte Chancen auf dem Arbeitsmarkt und ein besseres Image. Oft sind die Studenten dann aber zeitlich oder fachlich überfordert und können die benötigte Leistung einfach nicht erbringen. Die Hoffnung auf eine gute Note ohne viel Stress oder eben auch einfach studentische Faulheit verleiten dann dazu, andere die Arbeit machen zu lassen. ?

Ghostwriting als Grauzone?

Schreibt man die Ghostwriter an und äußert moralische Bedenken, bekommt man eigentlich überall die gleiche Antwort: „Grauzone“. Die Ghostwriter selbst sehen sich eher als gütige Helfer in der Not und „empfehlen“, das angefertigte Schriftstück nicht final abzugeben. Stattdessen soll man die Arbeit als „Muster“ bzw. „Inspiration und Hilfe“ betrachten. Genau, ist klar... ??

Was kann im schlimmsten Fall schiefgehen?

Tja, wir alle geben bei jeder Hausarbeit, Abschlussarbeit und vor allem Dissertation eine eidesstattliche Erklärung ab, dass die verfasste Hochschularbeit „eigenständig und ohne fremde Hilfe“ erstellt worden ist. Da diese Aussage bei einem Ghostwriter natürlich nicht mehr zutrifft, ist das Beauftragen eines Ghostwriters illegal und somit strafbar. ⛓

Den Ghostwritern selbst passiert nichts, das Anbieten dieser Dienste wird bis heute nicht strafrechtlich verfolgt. Für dich kann das Ganze jedoch bittere Konsequenzen haben... Falls die „Unterstützung“ auffliegen sollte, drohen rechtliche Konsequenzen, Uni-Ausschluss und die Aberkennung der Arbeit.

In einigen Bundesländern gilt eine derartige Täuschung als Ordnungswidrigkeit, die im schlimmsten Fall mit einer Strafe von bis zu 50.000 Euro geahndet wird.

Na, dann vielleicht doch besser selbst schreiben? Damit bist du auf der sicheren Seite und sparst nebenbei noch einen ordentlichen Batzen Kohle... ???

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